Willkommen im Forum des TrekZone Network Star Trek Rollenspiels.
Neu hier? Neben dem Forum findest du viele weitere Informationen in unserem Hauptcomputer-Wiki. Wenn du mitspielen möchtest, melde dich bitte über das Anmeldeformular an. Wir freuen uns auf dich!
  • Andor - auch Procyon II a - ist der erste Mond des Gasriesen Andoria im Procyon-System und Heimatwelt der Andorianer und Aenar. Er teilt sich den Orbit zusammen mit Andorias zweitem Trabanten Procyon II b. Während seine Bewohner ihn als Andor bezeichnen, ist er in der Föderation in Verwechslung mit seinem Zentralkörper oft nur als Andoria bekannt.

    Im Orbit von Andor befindet sich die von der Sternenflotte betriebene Raumstation Sternenbasis 3.

    Andor
    Astronomische Informationen
    Astronom. NameProcyon II a
    TrivialnameAndor
    ZentralkörperProcyon II (Andoria)
    KlasseP
    Masse4,771 · 1013 kg
    Mittlerer Durchmesser*6.2816 km
    Ortsfaktor*1,23 g
    Geo/Meteorologische Informationen
    Druck*1,01 bar
    Temperatur*< ~ - 65 °C (208 K)
    Min. - Mittel - Max.-
    AtmosphäreN2, O2
    Jahreszeiten2 (Sommer/Winter)
    Politische Informationen
    ZugehörigkeitVereinigte Föderation der Planeten
    Bevölkerung1,6 Milliarden
    Einheimische SpeziesAndorianer & Aenar
    * bezogen auf das Nullniveau des Planeten


    1 Topographie

    Die Oberfläche Andors ist weitgehendst unbewohnbar und besteht aus großen Eis- und Schneefeldern. Die Temperaturen erreichen im Sommer wenig mehr als -20°C und fallen im Winter streckenweise bis unter -100°C. Bedingt durch diese Schwankungen, starke Gletscherbewegungen und häufige Blizzards, befindet sich die Landschaft Andors in ständiger Umgestaltung. Eisberge entstehen innerhalb weniger Tage und brechen ebenso rasch wieder zusammen. Beschleunigt werden diese Veränderungen durch plötzliche Hitzeeinbrüche, so kann es vorkommen, dass das Licht der Sonne Procyon durch die Atmosphäre Andorias gleich einem Lupeneffekt gebündelt wird und regelrechte Schneisen in den Schnee fräst. Dazu kommen Einschläge von Asteroiden aus den Ringen des Gasplaneten.


    Trotz der Unbeständigkeit gibt es auch einige markante Orientierungspunkte auf Andors Oberfläche. Dazu zählen Gletscherbewegungsgebiete, die als Gebirge bezeichnet werden und tiefe Spalten in der Mondkruste, da sich unter Kilometern aus Eis noch flüssiges Wasser finden lässt. Je nachdem, ob es sich um gefrorenes Salz- oder Süßwasser handelt und abhängig von der Mineralkonzentration, ändert sich auch die Färbung des Eises, woran seine Bewohner zur einfacheren Kartopraphierung die Einteilung in Kontinente und Ozeane vornehmen.


    2 Flora & Fauna

    Bedingt durch die lebensfeindlichen Umweltbedingungen hat sich kaum Vegetation auf Andor herausgebildet. Pflanzen finden sich nur in den Höhlen und Kavernen unter dem Eis, in Umgebung der aus dem Inneren des Planeten gespeisten Wärmequellen. Flechten und verschiedene Moose sind dabei vorherrschend, aber auch karges Buschwerk tritt häufiger, das sich insbesondere durch sein dickes Wurzelwerk auszeichnet.


    Wurzeln sind auch die Hauptnahrungsquelle der wenigen Tierarten auf Andor. Während es einige Extremophile wie den Eiswurm gibt, der unabhängig der Temperatur in großen Rudeln das Eis durchpflügt und für die Zivilisation oft ein Problem darstellt, sind die meisten Tiergattungen klein und unscheinbar, meist einzuordnen bei den "Einzellern". Es gibt nur wenige Ausnahmen:


    • Zabathu: Das Zabathu ist ein dem terranischen Pferd ähnliches Tier. Sein Körper ist überzogen von einem dicken, blau bis grün gefärbten Chitinpanzer, da es sich wie nahezu alle höheren Lebensformen auf Andor aus einer Echse entwickelt hat. Der Rücken des Tieres wird von einer starren Stachelreihe beherrscht, die am Halsende eine kleine Lücke nimmt - groß genug, um einem Reiter Platz zu bieten. Das Zabathu erfreut sich als Zucht- und Renntier auf Andor einiger Beliebtheit.

    3 Bevölkerung

    3.1 Andorianer

    Die Andorianer sind die dominante Spezies auf Andor. Sie leben unter dem Eis, wo sie ihre Städte und Siedlungen nahe vulkanischen Wärmequellen in großen, natürlich vorkommenden Kavernen errichtet haben. Mit der Oberfläche verbunden sind diese durch lange, mit schweren Schotts verschließbare Tunnel, die je nach Größe der Siedlung ihren Ausgang an einem oberirdischen Raumhafen finden, in jedem Fall aber an einem Stützpunkt für die Ein- und Ausflugskontrolle. Die Andorianer bilden eine militaristische Gesellschaft und gehören zu den Gründungsmitgliedern der Vereinigten Föderation der Planeten.

    3.2 Aenar

    Die Aenar sind die zweite auf Andor beheimatete Spezies und genetisch nahe Verwandte der Andorianer. Im Laufe der sehr kriegerischen, Geschichte zog sich ein kleiner Teil der Bevölkerung des Mondes in den hohen Norden zurück und kappte jede Verbindung nach außen hin ab. Erst viele Jahrhunderte später traf man wieder aufeinander. In dieser Zeit hatten sich Physiologie und Gesellschaftsformen unterschiedlich weiter entwickelt, trotzdem man weiterhin viele Gemeinsamkeiten hat. Im Gegensatz zu den Andorianern bilden die Aenar eine streng pazifistische Gemeinschaft und traten der Föderation erst einige Jahre nach ihrer Gründung bei.


    4 Politik

    4.1 Andorianer

    Die andorianische Bevölkerung organisiert sich trotz ihrer stark hierarchischen Prägung in einer parlamentarischen Demokratie. Hierzu wählen die Familien ähnlichen Clans aus ihrer Mitte zunächst je einen Ältestenrat. Das Mindestalter, um zu dieser Wahl antreten zu können, liegt - ganz dem Namen der Institution entsprechend - recht hoch und kann sich abhängig vom jeweiligen Clan unterscheiden. Die Clanältesten berufen anschließend einen Vertreter für den Ältestenrat der Region, derer es auf Andor etwa 100 gibt. Jeder Region obliegt das Recht, wiederum einen Vertreter zum Ältestenrat von Andor zu entsenden, dem höchsten legislativen Gremium. Eine Sonderstellung nimmt der Adel ein. Diese traditionell kleinen Clans wählen keinen Ältestenrat, die Führung wird stattdessen an die Kinder der höchsten Titelträger in direkter Folge vererbt. Von Rechts wegen steht ihnen daher kein Platz in den Ältestenräten der Regionen zu, wohl aber können diese Räte einen Angehörigen des Adels zum Ältestenrat von Andor berufen anstelle eines der ihren.


    Die Regierung, geführt von einem Kanzler, setzt sich aus Mitgliedern des Ältestenrats von Andor zusammen, wobei auch hier häufig Adelige benannt werden. Bedingt durch die starke Obrigkeitshörigkeit der Andorianer gibt es keine feste Opposition im eigentlichen Sinne, ebenso wenig wie politische Parteien oder Fraktionen. Vielmehr ist die Grenze zwischen Legislative und Exekutive oftmals fließend.


    Die Judikative schließlich wird durch den Gerichtshof von Andor repräsentiert, deren höchste Richter vom gesamten andorianischen Volk gewählt werden.


    5 Orte und Einrichtungen

    5.1 Tersal

    Tersal ist die Hauptstadt Andors. Wie die meisten andorianischen Städte besteht Tersal aus zahlreichen Clanhäusern und öffentlichen Einrichtungen, die sich um aus Eis bestehende Säulen winden. Bezeichnenderweise ist sie nicht Sitz der Regierung, stattdessen findet sich hier "nur" das Gebäude des Ältestenrats von Andor und das Hauptquartier der Andorianischen Imperialen Garde. Die Stadt ist Heimat von etwa drei Millionen Personen, vorwiegend Andorianern, aber auch Vertretern vieler anderer Föderations-Spezies, darunter verhältnismäßig viele Terraner.

    5.1.1 Mauer der Helden

    Berühmt ist Tersal insbesondere, da hier die sogenannte Mauer der Helden beginnt. Nach Überlieferung muss von jedem Andorianer und jeder Andorianerin, die fern abseits der Heimat gestorben oder gefallen sind, ein Stück an diese Mauer zurück gebracht werden - vorzugsweise ein Tropfen des Blutes - um ihn oder sie unvergesslich werden zu lassen. Die Namen bedeutender historischer Persönlichkeiten werden in die Mauer gar eingemeißelt, was die tiefe Verbundenheit der Bewohner mit ihrer Heimat verdeutlicht.

    5.2 Gebiete auf der Oberfläche

    (Auswahl)

    • Kontinente
      • Ka'Thela: Oft als "Hauptkontinent" bezeichnet, nimmt Ka'Thela weite Teile der nördlichen Hemisphäre von Andor ein. Charakteristisch für den Kontinent ist seine hellblaue Färbung.
      • ...
    • Ebenen
      • Thara-Ebene: Die Thara-Ebene ist eine weite, von flachen Schneefeldern beherrschte Ebene im Nordosten des Ka'Thela-Kontinents. Sie gilt als relativ beständig, da nur wenige Gletscherbewegungen zu verzeichnen sind. Unter ihrer Oberfläche befindet sich die Hauptstadt Tersal.


Der Gerichtshof von Andor ist das höchste judikative Organ auf Andor, wie auch in allen von Andorianern gegründeten Kolonien. Er genießt in der Föderation einen ausgezeichneten Ruf, was sich auf die Sorgfalt der andorianischen Richter stützt, zugleich heißt es jedoch ebenso, die Rechtsprechung sei ungewöhnlich hart und es wäre bisher niemals vorgekommen, dass eine Urteilsbegründung verlesen wurde, ohne dabei Bezug auf die Vergangenheit zu nehmen. Der Sitz befindet sich in der andorianischen Hauptstadt Tersal.


Funktion

Der Gerichtshof von Andor ist die höchste und letzte Instanz zur Rechtsprechung in Zivil-, Straf- und Militärgerichtsverfahren auf Andor und den von Andorianern gegründeten Kolonien. Sein Aufgabenbereich umfasst als Revisionsgericht die Kontrolle der Entscheidungen untergeordneter Gerichte sowie darüber hinaus auf Antrag die Überprüfung der Einhaltung andorianischen Gesetzes durch den Ältestenrat von Andor und die Regierung.

Zusammensetzung

Die Richter(innen) des Gerichtshofs von Andor werden vom gesamten Volk ohne Amtszeitbegrenzung gewählt. Zur Kandidatur kann antreten, wer die andorianische Staatsbürgerschaft besitzt und den höchsten Grad juristischer Ausbildung erreicht hat, was in der Regel eine entsprechende akademische Titulatur bedeutet. Das Ansehen der Richter(innen) in der andorianischen Gesellschaft ist hoch, jedoch nicht zu Vergleichen mit dem Prestige, das etwa die Generalität der Andorianisch Imperialen Garde genießt.

Geschichte

Der Gerichtshof von Andor wurde 1175 gegründet, sieben Jahre nach dem Ältestenrat von Andor, der Anfangs noch über die Auswahl der Richter(innen) entschied. Zuvor lag die Gerichtsbarkeit in Händen der einzelnen Clans, was eine Vielzahl sich zum Teil widersprechender Urteilsbegründungen und Rechtsprechungen nach sich zog. Auch aus diesem Grund, um Ordnung in dem juristischen Chaos zu schaffen, trafen die Richter und Richterinnen ihre Entscheidungen seit jeher mit enormer Sorgfalt, ein Umstand, der ihnen ein Jahrtausend später in der Vereinigten Föderation der Planeten ein hohes Maß an Respekt garantieren sollte. Die zentralisierte und militärisch geprägte Gesellschaft der Andorianer übertrug dem Gerichtshof dabei alle juristischen Kompetenzbereiche, ebenso die Militärjustiz, deren Abtrennung und damit separate Behandlung unvorstellbar erschien.


Mit Beginn der Ära des Andorianischen Imperiums hatten die Clans ihre Rechtsprechung gänzlich auf ein unabhängiges Gerichtswesen übertragen, zu dessen letzter Instanz nun der Gerichtshof von Andor berufen wurde. Zu den schwierigsten und längsten Verhandlungen in seiner Geschichte gehörte der fast vier Jahre andauernde Prozess, der den juristischen Übergang des Imperiums in die Vereinigte Föderation der Planeten betraf, sodass die offizielle Auflösung trotz Unterzeichnung der Beitrittserklärung 2161 erst 2165 erfolgte. Die Richter(innen) erachteten viele der bis dahin geltenden, andorianischen Gesetze als unvereinbar mit der föderalen Verfassung, woraufhin Anpassungen vorgenommen werden mussten, für die sich im Ältestenrat von Andor bisweilen nur mühsam Mehrheiten fanden.